Diskontinuitäten

Anfang letzten Jahres verließ Frau M., Saskias Lieblingserzieherin, den Kindergarten. Nachgefolgt ist ihr nach kurzer Pause Frau G., die eine Woche lang da war, bevor sie krank wurde – was sie leider immer noch ist.

Nachdem die Lücke eine Weile mit verschiedenen „Springern“ geschlossen wurde, ist seit einer Weile Frau G.-M. recht regelmäßig in der Gruppe.

Wie wir dann beim Elternabend letztens erfahren haben, ist nun leider Herr B., der zweite Erzieher (derjenige mit der Heilerzieher-Qualifikation) auch krank, und zwar bis mindestens Ende September. Was bedeutet, dass Frau G.-M. die Gruppe de-facto übernommen hat – auch wenn das die Kindergartenleitung offiziell nicht so formuliert. Zur Unterstützung hat sie an 4 Tagen die Woche, für jeweils 5 Stunden, eine Erzieherin aus einer anderen Gruppe. Und eine weitere Erzieherin kommt am fünften Tag für 5 Stunden, und kann 5 weitere Stunden, in Absprache mit Frau G.-M., auf den Rest der Woche verteilen.

Kompliziert, gelle?

Und heute, als wir nach zwei Wochen Bethel erstmals wieder im Kindergarten erschienen, hing dort ein neuer Zettel: Frau G.-M. ist krank, und eine Erzieherin aus einer anderen Gruppe (nennen wir sie K. – den Nachnamen weiß ich im Augenblick nicht) übernimmt jetzt also Saskias Gruppe. (Ich bin mir gerade nicht sicher, ob das eine der beiden oben erwähnten Aushilfen ist.)

Für die Kinder ist dieses Durcheinander nicht schön, denn sie brauchen im Kindergarten ganz sicher feste und vertraute Bezugspersonen. Die beste aller Ehefrauen wurde schon gestern abend, als wir darüber sprachen, und das mit Frau G.-M. noch gar nicht wußten, etwas grummelig. Und je länger ich darüber nachdenke, um so mehr denke ich: zu Recht. Es gefällt mir nicht, dass das so ein ständiger Wechsel ist, dass es Saskia seit mehreren Monaten praktisch unmöglich ist, eine eindeutige Bezugsperson zu haben, dass auf Grund dieses Durcheinanders auch für sie wichtige Dinge – wie zum Beispiel das montägliche Turnen – wegfallen, und dass der doch wichtige Posten des/der Heilerziehers/Heilerzieherin seit Wochen unbesetzt ist. Immerhin reden wir hier von einer Gruppe mit 4 Integrationskindern – eines davon meine Tochter -, die eventuell einen etwas anderen Bedarf haben als „normale“ Kinder – und die in diesen Kindergarten gehen, weil dieser Bedarf dort gedeckt wird.

Nun kann die Kindergartenleitung relativ wenig für die Erkrankungen ihrer Mitarbeiter, aber mindestens das „Gestückel“, als Frau G.-M. noch da war, ist schon nicht schön. Und falls aus irgendeinem blöden Grund auch Frau G.-M. länger als bis diesen Freitag ausfällt, dann sollten sie sich meiner Meinung nach langsam etwas überlegen, wie ein wenig Kontinuität in die Gruppe kommt – im Interesse der Kinder.

Und darauf werden wir sie dann wohl mal ansprechen müssen.

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