Veränderungen

Alle Veränderungen, sogar die meist ersehnten, haben ihre Melancholie.
Denn was wir hinter uns lassen, ist ein Teil unserer selbst. Wir müssen
einem Leben Lebewohl sagen, bevor wir in ein anderes eintreten können.
(Anatole France)

Nein, ich mache Ilana keine Konkurrenz, ich habe nicht vor, regelmäßig Sinnsprüche zu posten :). Ich hab‘ auch ehrlich keinerlei Ahnung, wer Anatole France war.

Aber obigen Spruch las ich heute in der Abschiedsmail eines nunmehr ehemaligen Kollegen, und er hat mich irgendwie berührt. Unter anderem fiel mir dazu auch sofort das gestrige Gespräch ein – auch da ging es um das Anfangen eines neuen Lebens. Um einen sehr radikalen und wohl nur wenigen zur Nachahmung empfohlenen Neuanfang, stimmt.

Ich gebe zu, das Gespräch beschäftigt mich. Ich habe das Gefühl, da wurde der Zipfel einer Decke gelüftet, und ich konnte kurz einen Blick in eine darunter liegende völlig unbekannte Welt werfen. Eine (für mich) völlig neue Art von Dämonen, die man mit sich herumtragen kann. Und faszinierenderweise kann man trotzdem ein sehr fröhlicher und herzlicher Mensch sein. Schwer zu erklären – aber das Ganze geht mir einfach viel im Kopf herum zur Zeit.

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3 Antworten zu Veränderungen

  1. Elisabeth schreibt:

    Muss man wirklich einem Leben lebewohl sagen, wenn man verändert? Das ist nun schon schwierig, aber ich hab drei Mal einen grossen Schnitt in meinem Leben …. aber ich hab nicht Lebewohl gesagt, nicht das Gefühl bekommen, etwas von meinem Leben verloren zu haben, das gehört immer dazu, da kann ich mich jederzeit umdrehen (gedanklich) zurückschauen und bin einfach froh, dass es ganz anders weiterging. Doch mein Leben ist ein Ganzes Leben geblieben. Und da bin ich nun aber froh drum, weil ich sass jetzt eine zeitlang vor diesen Zeilen, hab sie mir durch den Kopf gehen lasen … und sag ganz klar. Für mich stimmt das so nicht!
    Ich bin Ganz, und jetzt hätt ich beinah geschrieben Rund … und das stimmt nun auch irgendwie …. und das würde sich nur ändern wenn ich so viel laufen würde wie Du …Ach!
    Plötzlich vermischten sich zwei Themen…ich mach Schluss für heute, Gute Nacht
    Elisabeth

    • Nun, ich interpretiere das so, dass man halt immer auch etwas Schönes und Wichtiges, etwas, das Teil des eigenen Lebens ist, zurückläßt. Man kann es natürlich als Erinnerung mitnehmen, aber es ist trotzdem vorbei. Das heißt nicht, dass man selber dadurch unvollständig wird – aber man tritt in eine neue Phase des Lebens ein, und einige Dinge des alten sind unwiederbringlich vorbei.
      Viele Grüße
      ‚Locke‘

  2. Pingback: Komisch | Besser so als anders

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