Fehlstellung

Manche der grundlegenden Dinge im Leben funktionieren einfach – ohne, dass man sich Gedanken macht, wie und wieso. Das Atmen zum Beispiel fiele mir spontan ein.

Oder auch … Laufen. Wer macht sich schon Gedanken darüber, wie er läuft? Man setzt einfach ein Bein vor das andere, oder? Aber mal ehrlich: Wenn wir gefragt würden, wie genau sich unsere Beine und Füße dabei bewegen, wie ihre relative Stellung zueinander in welcher Phase der Bewegung ist – da müßte man doch erst mal nachdenken.

Wenn man Saskia explizit bittet, ihre Füße ordentlich aufzusetzen beim „Laufen“ (ich setze das in Anführungszeichen, weil es einfach zu viel wäre, wenn ich jedesmal schriebe „Unterstütztes Fortbewegen in ungefähr senkrechter Haltung“), und wirklich bei jedem Schritt darauf achtet, und sie jedesmal lobt, wenn ihre ganze Fußsohle den Boden berührt, statt nur die Spitze des ausge- und überstreckten Fußes – dann bekommt sie das auch halbwegs hin. Zumindest den Teil mit „ganze Fußsohle auf Boden“. Die Haltung des Beines ist trotzdem weit entfernt von dem, was die meisten anderen Menschen völlig unbewußt richtig machen: Ihr Fuß ist nach wie vor überstreckt, und da das nicht zusammen mit einer normalen Beinhaltung funktioniert, wird das Bein auch nach vorne gestreckt, und ebenfalls ganz lang gemacht.

Sieht aus wie zwei Gipsbeine, nur ohne Gips …

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