Mißverständnis

„Aber beim Turniertanz nicht!“ sagte der heutige Ausweichtanzkurslehrer an einer Stelle zu uns.

Irgendwie trifft man immer wieder auf dieses Mißverständnis: Nur, weil man gern tanzt, nehmen einige Menschen an, dass das Ziel Turniertanz-Niveau ist. Nein, ist es nicht. Das Ziel ist, Spaß am Tanzen, an der Bewegung, zu haben.

Es gibt Dinge, die werde ich wohl nie können (jedenfalls nicht ohne sehr viel intensiveres Training), einfach, weil mir schon das Körpergefühl dazu fehlt, von der Körperbeherrschung gar nicht zu reden. Und es gibt Dinge, die kann ich nicht, die kann ich aber vielleicht lernen. Manche von denen will ich vielleicht sogar lernen 🙂

Aber für mich persönlich geht es beim Tanzen darum, Spaß zu haben. Sich einfach ein paar Stunden auf die Tanzfläche zu stellen, und das gute Gefühl zu genießen, dass man sich halbwegs passend zur Musik bewegt. Nicht weniger, aber auch nicht viel mehr. Die größeren Ambitionen überlasse ich gern anderen Leuten (mit viel mehr Zeit, als ich sie habe).

Ach so, liebe Michaela: Ich weiß ja, dass all diese kleinen Dinge nur Mittel zum Zweck sind, Mittel zu eben diesem Zweck des Sich-zur-Musik-Bewegen-Könnens. Deswegen ertrage ich viele davon ja auch so tapfer, und gebe mir immer wieder Mühe :). Aber das Ziel „Turniertanz“ werde ich mir trotzdem nie auf den Zettel schreiben …

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2 Antworten zu Mißverständnis

  1. Elisabeth schreibt:

    Deine Einstellung gefällt mir. Ich hab genau diese Gespräche immer mit unserm Tänzer im Bekanntenkreis. Der hat nämlich nun endgültig seine Beziehung kaputt gemacht. Vor 10 Jahren haben sie sich beim Tanzen kennengelernt, waren nun so lang zusammen. Jetzt zieht sie aus. „Weil das Schlimmste ist, dass er sogar beim Tanzen nur noch meckert und keinen Spass mehr kennt.“ Da geht nun also eine Beziehung kaputt .. und als ich ihn fragte, ob es das Wert war, und ob man mit über 50 J. überhaupt noch Turniertänzer werden kann ….. wurde ich fast gefressen.
    Ich wünsche Dir immer viel Spass beim Tanzen, einfach des Tanzen wegens
    Elisabeth

  2. Pingback: Körperwahrnehmung | Besser so als anders

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