Schlaflied

Der Mond ist aufgegangen,
die gold’nen Sternlein prangen
am Himmel hell und klar.
Der Wald steht schwarz und schweiget,
und aus den Wiesen steiget
der weiße Nebel wunderbar.

Dies Lied will uns was lehren,
sich nicht so sehr zu wehren,
wenn Schlaf kommt und uns übermannt.
Drum schlafe Saskia schlafe
der Vater hüt‘ die Schafe,
die Mutter schüttelt einen Baum.

Herab von diesem Baume
fällt ein gar süßer Traume,
der ist für Dich und nur für Dich.
Du wirst ihn heut‘ Nacht träumen,
und sollt’st ihn nicht versäumen,
denn er ist wirklich wunderschön.

So schließ‘ denn Deine Augen,
die in der Nacht nicht taugen,
und öffne weit Dein kleines Herz.
Siehst Du mit diesem Herzen,
verschwinden all die Schmerzen,
und Licht kehrt ein in Deine Welt.

Nun, wie man sieht, ging mir nach der ersten Strophe irgendwie der Original-Text aus, also habe ich improvisiert. Damals, irgendwann im Frühling. Vor zwei Jahren – oder erst vor einem? Bin mir nicht ganz sicher.

Das Lied gehört seitdem zum Abendritual. Seit ein paar Tagen singt Saskia mit – auf ihre Art halt: Am Ende einer Zeile schmettert sie plötzlich das fehlende Wort, oder auch die fehlenden zwei Worte, hinaus. Mit ganz vielen akustischen Ausrufezeichen (Ich glaube, ihre mentale 1-Taste klemmt auch. Aber das liegt ja in der Familie.).

Ich könnt‘ sie knuddeln, die süße Maus.

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4 Antworten zu Schlaflied

  1. Barbara schreibt:

    Ach, Locke!
    Welch schönes Lied hast Du da für Saskia neu geschaffen!
    Küss die Süsse von mir und habt eine ruhige Nacht, das wünsch ich euch!
    Du bist ein wunderbarer Vater, der seine Tochter liebt…bis zum Himmel und zurück und zum Himmel und zurück……….

    Schlaft gut!
    Barbara

  2. Hallo Locke,

    das berührt wieder mal sehr, genauso wie der Artikel: Weit. Ich muß, wenn ich so etwas lese immer erst mal schlucken. Barbara hat es sooo schön ausgedrückt. Ich unterschreibe das blind.

    Den Satz mit der mentalen 1-Taste will ich einfach nicht verstehen ! (hi, hi)

    Eine gute Nacht Euch allen
    Mutti

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