Weit

Durchs Babyphon rumort es – ich geh‘ mal schauen. Saskia liegt auf dem Bauch auf ihrem Bett, den Oberkörper irgendwie zwischen den Knien, die Decke unter sich statt über sich (verständlich bei den Temperaturen), und offensichtlich wach.

Ich knie mich neben das Bett und lege Hand auf.

„Mäuschen, alles in Ordnung bei Dir?“

„Ja!“ Na, das ist doch schön.

Saskia zeigt auf unser Eltern-Bett.

„Willst Du auf das große Bett?“

„Ja“

„Na dann, krabbel hoch!“ Ehrlich, warum soll ich diesem Knuddelkind den Wunsch jetzt abschlagen? Heb‘ ich sie halt nachher wieder in ihr Bett, wenn ich meines dann brauche. Wenn es sie glücklich macht …

Saskia schnappt sich ihr Kopfkissen und ihre Schlaf-Maus, und krabbelt los. Legt sich (total schief) auf mein Kopfkissen. Ich decke sie zu, küsse sie (und nochmal und nochmal und nochmal), wünsche ihr wieder eine gute Nacht, und verlasse das Zimmer.

Mit ganz weitem Herzen.


Kommentare für diesen Artikel ausgeschaltet. Das ist mein Moment mit dem süßesten aller Kinder. Ganz allein meiner.

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