Besuchstage

So – nun ist es rum, das Besuchswochenende. Gestern waren A. + M. hier, wir hatten nach langer Zeit endlich mal wieder einen Spieleabend. Nun ja, eine Spielenacht, denn los geht es immer erst, wenn Saskia im Bett ist.

Diesmal kamen wir komplett ohne Siedler aus, selbst Carcassone musste nur eine Stunde vor Schluß als Lückenfüller herhalten. Wir haben diverse andere Spiele ausprobiert – das interessanteste sicher Morgenland. Die auf der Packung versprochenen „einfachen Regeln“ haben wir zwar in der Packung nicht gefunden – weder sind die Regeln wirklich einfach, noch hat sich derjenige, der sich Begleitmaterial der Art „Lies Punkt 1 auf der Schnellanleitung, dann mache weiter bei Kapitel 14 im Heft, dann springe zu Punkt 4 auf der Schnellanleitung, dann …“ ausgedacht, mit Ruhm bekleckert. Aber das Spiel offenbarte eine enorme strategische Tiefe, was eben auch den vielen verästelten Regeln der Art „Wenn … dann, es sei denn, dass …, außer in dem Fall, dass …“ geschuldet ist. Wir haben beschlossen, ihm auf jeden Fall eine weitere Chance zu geben. Ich hoffe nur, dass es diesmal nicht wieder ein Vierteljahr bis zur nächsten derartigen Nacht dauert 🙂

Heute dann war Besuchstag für Saskia – wir haben es doch wirklich mal wieder geschafft, L., ihre Freundin aus dem ersten Kindergartenjahr, und ihre Eltern einzuladen, diesmal zu einem Grillnachmittag/-abend. Bis zum frühen Nachmittag hing Saskia ziemlich in den Seilen1, aber nachdem sie ihre initiale Schüchternheit gegenüber L. abgelegt hatte, hatten die beiden sehr viel Spaß. Insbesondere haben sie viel und schön miteinander gespielt, oft auch, ohne dass jemand von uns Eltern direkt dabei war. Und das ließ uns wiederum Zeit für ein paar nette Gespräche (die (natürlich?) in weiten Teilen, aber nicht ausschließlich, in einem Erfahrungs- und Erlebnisaustausch rund um unsere behinderten Kinder bestanden).

Hach, ich fühl‘ mich gut – das war ein schönes Wochenende, für uns alle, denke ich.


1Die auf Grund ihrer Absencen und Motorik-Probleme eher unerquicklichen Versuche, Bilder mit Wasser- oder Fingermalfarben zu malen, brachten mich an den Rand irgendwelcher Gewaltphantasien2, die an belebten oder unbelebten Dingen in meiner Umgebung auszuleben ich mich gerade noch so bremsen konnte.
2Ich möchte zu meiner Verteidigung, oder wenigstens zur Erklärung, anführen, dass ich totmüde war – die vergangene Spielenacht war nach der davor liegenden Tanznacht die zweite in Folge, in der ich nur wenige Stunden Schlaf, unterbrochen von Saskias Anfällen, bekam.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Allerwelt, Saskia veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Gib Deinen Senf dazu (nich' kleckern, hier is' wisch gefrischt!):

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s