Zukunftsfragen

Schon interessant, wie ein korrekt verwendeter englischer Begriff einen völlig falschen Eindruck erwecken kann. Mein Gesprächspartner bei dem heutigen Telefongespräch war nicht der erste, der aus dem „Project Lead“ in meinem Lebenslauf (das dort völlig richtig und legitim steht) schloss, ich hätte Erfahrung als Projekt-Leiter in der Software-Entwicklung. Nun, in geringem Maß habe ich die, aber eben nicht so, wie das immer verstanden wird.

Ansonsten war das Gespräch anders als erwartet. Ich hatte mich beworben bei einer Personal-Vermittlungs-Agentur, auf eine Stelle, die nicht hundertprozentig gepasst hätte – aber versuchen kann man es ja mal.

Das vorhin war dann nicht wirklich ein Bewerbungsgespräch, es war eher eine Vorstellung einer anderen Stelle, die bei einer Firma in der großen Stadt besetzt werden soll, und die besser auf mich passen würde. Stimmt, tat sie – abgesehen halt von dem Projekt-Leiter-Dingens.

Aber das stellt mich gerade, zum wiederholten Mal, seit das ganze Theater anfing, vor die Frage: Was will ich den Rest meines Berufslebens tun? Eigentlich bin ich jemand, der sehr gerne die Finger direkt am Code hat, also wirklich Software schreibt. Andererseits – will und kann ich das noch die nächsten 30 Jahre tun? Oder wäre es vielleicht doch mal an der Zeit, eher auf die andere Ebene zu wechseln, dorthin, wo man mehr lenkend tätig ist, statt sich selber die Hände schmutzig zu machen1? Vielleicht bekommt man das mit 60 oder 65 dann doch noch besser hin?

Naja, der Mann möchte mich mit der Firma zusammenbringen, das eigentliche Bewerbungsgespräch dort wird also noch stattfinden (falls die mich nicht schon nach Aktenlage ablehnen, wovon ich erst mal nicht ausgehe). Mindestens als persönliches Training ist es sicher wertvoll, ob die Stelle wirklich etwas für mich wäre, hängt von meiner – noch zu findenden – Antwort auf die obige Frage ab.


1Das ist metaphorisch gemeint. So schmutzig ist meine Tastatur im Allgemeinen dann doch nicht.

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