Ohne Kreditkarte

Vor einer Weile hatte ich beschlossen, keine Kreditkarte mehr zu benutzen – aus Gründen, die die beste aller Ehefrauen „albern“ zu nennen pflegt, die ich aber für legitim halte.

Stellenweise ist das gar nicht so einfach, wie ich gerade mal wieder merkte. Auf der Suche nach einem Hotel in einer großen Stadt im weiteren Umkreis, für eine einzelne Nacht in der nächsten Zeit (wir wollen zu einem Konzert von CdB, dessen Besuch ich der besten aller Ehefrauen geschenkt hatte), ergaben sich verschiedene Möglichkeiten – leider meist mit Kreditkarte. Selbst ein Anruf in einem dieser großen Hotels brachte kein anderes Ergebnis – entweder Kreditkarte, oder 50 Euro mehr bezahlen.  Hmm?

Normalerweise ist eines meiner Motti (Mottos?) „Zeit durch Geld kompensieren“: Ich bezahle durchaus mehr Geld, wenn ich dadurch Zeit und Arbeit und Aufwand und Nerven sparen. Ganz anders übrigens die beste aller Ehefrauen, die gern nochmal ein paar Tage Recherche investiert, um Geld zu sparen. Wir ergänzen uns halt prima. 🙂 Ich aber bin faul, und ich stehe dazu :). Aber hier geht es nicht nur um den zusätzlichen Aufwand, hier geht es darum, dass ich meine Kreditkarte nicht mehr benutzen will.

Also weiter und weiter gesucht … und fündig geworden bei einem Hotel, dessen Internet-Seite zwar gerade tot ist, das aber via telefonbuch.de auffindbar war (die diversen Buchungsportale rücken ja immer keine Telefonnummer raus, da man nicht direkt beim Hotel, sondern über das Portal buchen soll). Ein Anruf (das ist ja sooo 20stes Jahrhundert!) und ein nettes Gespräch später (Hach! – dieser entfernt heimatliche Dialekt der Dame am anderen Ende – herrlich!) war ich stolzer Besitzer einer Buchung für ein Zimmer in einem Hotel, das nur ca. 2 km vom Veranstaltungsort entfernt ist, in dem das Frühstück nur 10 statt 19 Euro pro Person kostet, und in dem das Zimmer auch noch genauso preiswert ist wie das billigste „nur Kreditkarte, kein Storno“-Angebot in dem anderen.

Na also, geht doch.

(Jedenfalls hoffe ich jetzt, dass ich noch die Buchungsbestätigung per e-Mail bekomme :))

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3 Antworten zu Ohne Kreditkarte

  1. Elisabeth schreibt:

    Ich habe gar keine Kreditkarte … jetzt echt nicht!
    Habt eine gute Nacht
    Elisabeth

    • Das habe ich heute am Telefon auch behauptet – und kam mir dabei ziemlich, ehm, historisch vor 🙂

      Schon komisch – ich fühl‘ mich, als käme ich aus dem vergangenen Jahrhundert, nur weil ich keine Kreditkarte habe (bzw. vorgebe, dem sei so). Rein intellektuell sind Kreditkarten Böse™, aus verschiedenen Gründen, ich sollte mir stattdessen also fortschrittlich vorkommen … aber die Gehirnwäsche funktioniert halt zu gut, immerhin bekommt man überall suggeriert, dass man ohne gar nicht leben kann. Dabei geht es meist auch recht gut ohne …

      (Letztens, beim Buchen all dieser Dinge für den Schottland-Urlaub, habe ich es leider nicht geschafft, ohne das Kärtchen auszukommen. :()

      Viele Grüße
      ‚Locke‘

  2. Hesting schreibt:

    Ich habe auch keine Kreditkarte (ist das was zum Essen? *g*) und finde es daher auch immer seltsam, wenn Leute im Supermarkt bei einem einstelligen Betrag vor dem Komma mit Karte bezahlen. Vielleicht ist denen allen Hartgeld zu sicher. *kopfkratz*

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