Merkwürdig

Ein Teil der Eingliederungsvereinbarung, die ich mit dem Arbeitsamt schließen soll (und ich weiß noch nicht, ob ich die in der Form unterschreiben will, ob ich wirklich eine Wahl dazu habe, und/oder ob ich es darauf ankommen lassen soll), besagt, dass ich ein Formular zu meinen Fähigkeiten und Kenntnissen ausfüllen soll. Hey, sowas geht inzwischen immerhin online, ich bin ein klein wenig beeindruckt!

Wenn ich das entsprechende Formular aufrufe, dann kommt unter anderem die Frage, ob ich keine, Grund-, erweiterte oder Experten-Kenntnisse beim Arbeiten in einer Bananenreiferei habe.

Ehm.

„Bananenreiferei“? Nachdem ich das Formular für „Berufserfahrung als Software-Entwickler/in“ ausgewählt habe?

Ich ziehe das mit dem „Ich bin beeindruckt“ zurück.

Andererseits …Vielleicht haben die Entwickler der Web-Anwendung ja mehr Humor – oder Realitätssinn -, als ich dachte: Von Bananensoftware spricht man ja üblicherweise dann, wenn man die Software unfertig ausliefert, und sie beim Kunden reift. Und doch, mit derartiger Software musste ich schon das eine oder andere Mal arbeiten – zählt das?

Aber dann … „Ölmühle“ … „Reifekeller“ … „Schlafwagen“ … „Tanztheater“ … Nein, doch eher nicht.

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13 Antworten zu Merkwürdig

  1. Ute schreibt:

    Die suchen halt Allroundtalente. Bist Du etwa keins? *g*

  2. Enno schreibt:

    Da steht bestimmt ein ganz ausgefuchster Algorithmus hinter. Wie bei Amazon. „Leute, die sich für diesen Job interessieren, haben sich auch als Bananenzüchter, Orgelbauer und Sexualtherapeut beworben.“

  3. doppelfish schreibt:

    Ah, nee, ganz einfach: Der potentielle Arbeitgeber liefert Bananensoftware. Die reift beim Kunden.

  4. Du musst die Eingliederungsvereinbarung nicht unterschreiben. Sie wird dir in diesem Fall per Verwaltungsakt zugestellt. Die Wirkung ist die gleiche, Du hast aber dokumentiert, dass Du damit nicht einverstanden bist.

    • Ich denke im Augenblick ernsthaft darüber nach, die ohne Unterschrift zurück zu schicken. Da steht nämlich „Die Eingliederungsvereinbarung wurde mit mir besprochen.“ – und das wurde sie nicht. Das kann ich also nicht guten Gewissens unterschreiben …

      Abgesehen von diesem Punkt (den ich insofern frech finde, als ich denke, dass man mir in der Tat hätte erklären sollen, was ich da unterschreibe, was meine Optionen sind, warum welche Dinge da drin stehen, was die Konsequenzen bei Nicht-Unterschrift sind, unter welchen Bedingungen die Vereinbarung aufgelöst wird, und dergleichen) würde ich ungern „Ich bewerbe mich initiativ bei Zeitarbeitsfirmen…“ unterschreiben – Zeitarbeit ist Böse™, weil deutlich mitverantwortlich für den Ausbau des Niedriglohnsektors.

      Und im Augenblick – hey, meine Kündigung gilt zum 31.12. diesen Jahres! – kann ich mir doch Widerstand noch leisten, oder? Auch wenn er vermutlich zwecklos ist. Andererseits: Die Borg haben das auch immer behauptet, und doch hat Picard ihnen immer wieder ein Schnippchen geschlagen. (Oh, mich mit Picard zu vergleichen zeugt dann wohl doch von deutlicher Selbstüberschätzung :).)

      • Hesting schreibt:

        Du machst mir Angst. Ich muß oder sollte ja jetzt auch den gelb-blauen Zettelkram wegen drohender Jobsuche 😉 ausfüllen, wegen der Dreimonatsfrist. *grummel*

  5. zwerg schreibt:

    Also bitte, es geht hier um fachübergreifende Spezifikation, das muss man heutzutage haben. So über den Tellerrand und so. Demnach bist du wahrscheinlich gleich unten durch, wenn du mit den Bananen nichts anfangen kannst. Es tut mir leid, das wird nix mit dir… 😦

  6. Elisabeth schreibt:

    …oder die haben einfach Humor und wollen wissen wie flexibel Du bist…

  7. DonnyK77 schreibt:

    Vor ca. 13 Jahren hat mir der Computer im BiZ des “Arbeitsamtes“ mitgeteilt, ich solle Elfenbeinschnitzer werden. Hab den Ausdruck auch noch irgendwo. Ausgedruckt mit einem “Nadelrucker“. O_o

  8. barbara schreibt:

    Bin grad sprachlos…..
    Humorig sind die im seltensten Fall!

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