Nutzlose Theorien

„Zwei Theorien hätt‘ ich“, sagte ich heute morgen zur besten aller Ehefrauen.

Theorie Nummer 1: Da Saskia gestern tagsüber, insbesondere am Vormittag, sehr oft (nicht notwendigerweise viel) gespuckt hat, mag es sein, dass sie morgendlichen Medikamente nicht den vorgeschriebenen Weg in ihr Blut gefunden hatten.

Theorie Nummer 2: Am Sonnabend Abend machte Saskia eine riesengroße Szene wegen ihrer Medizin. Wir hatten zwar nach einer halben Stunde alles drin, was rein sollte, und das dann sogar ohne Gewaltanwendung meinerseits … aber die Rivotril-Tablette sah ich irgendwann mal noch auf ihrer Zunge. Ich glaube, sie hat sie später geschluckt, aber … Vielleicht also fehlendes Rivotril?

Die beste aller Ehefrauen brachte dann noch Theorie Nummer 3 ins Spiel: Im Bett hatte Saskia gestern Abend nochmal einen Teil ihres Mageninhaltes verteilt (diesmal war es viel) – vielleicht also fehlte die abendliche Dosis?

Woran auch immer es lag – die Nacht war einfach Mist. Gefühlt war ich jede halbe Stunde wegen eines heftigen Anfalls wach, realistisch betrachtet wohl „nur“ einmal stündlich. Schon als die beste aller Ehefrauen Saskia gestern ins Bett brachte, erzählte sie, dass Saskia im Minuten-Rhythmus steif werde – -zig kleine Anfälle, klein und leise genug, um nicht bemerkt zu werden, wenn man nicht zufällig gerade hinsieht, aber eindeutig Anfälle.

Nutzlose Theorien, das.

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10 Antworten zu Nutzlose Theorien

  1. Graugrüngelb schreibt:

    Du hast Theorie Nummer 4 unterschlagen: Vielleicht lag es am Vollmond.

    Ja, ich weiß, dass du das nicht für sonderlich wahrscheinlich hältst.

  2. Elisabeth schreibt:

    Tja, ich bin da einfach von dem Post am 3.8. ausgegangen und war mir sooo sicher, dass Du auf die 61 km aufbaust….
    Und…ich lauf mit beim nächsten Mal! Denn 300 Meter, die könnte ich gut schaffen.
    Lachende Grüsse
    Elisabeth

  3. Elisabeth schreibt:

    Jetzt sind die Antworten auch noch beim falschen Post gelandet…oben war für den vorherigen Post gedacht…
    Hier wollte ich nämlich schreiben, dass Robert auch eine schlechte Nacht hatte. Kann es auch mit der Gewitterstimmung und dem Mond zu tun haben?…ich schreib das nun mal ein bisschen auf, mach eine Liste. Ob Vollmond Einfluss hat?
    Viele Grüsse
    Elisabeth

    • Gewitterstimmung gab es bei uns nicht, es war recht angenehmes Wetter – also: „nein“.

      Was den Vollmond angeht … und wo Du das schon als Frage formulierst … ehm … „nein“.

      Weißt Du – gestern hat Saskia seit langem mal wieder in dem Sandkasten hier im Garten gespielt. Und prompt hatte sie eine ganz schlechte Nacht mit ganz vielen Anfällen! Das muss doch miteinander zu tun haben! Oder?

      Klingt unlogisch, sagst Du? Okay, aber warum dann der Mond?

      Was ich damit sagen will: Ich halte diese „Das liegt am Vollmond“-Aussagen für Ausdruck des menschlichen Grund-Bedürfnisses, immer und überall Zusammenhänge zu entdecken – das nennt man Kausalitätsbedürfnis :).
      Was außerdem sehr hilft: Selektive Wahrnehmung: Weil Vollmond und schlechte Nacht ausnahmsweise mal zusammenfallen, vermutet Ihr, das könne etwas miteinander zu tun haben. Die vielen schlechten Nächte ohne Vollmond, und insbesondere die vielen Vollmonde ohne schlechte Nacht, die werden unbewusst ignoriert.

      Nein, tut mir Leid, ich glaube auch nicht an den Vollmond 🙂

      Viele Grüße
      ‚Locke‘

  4. Carolin schreibt:

    Hallo Locke,
    ich glaube auch nicht an den Vollmond oder ans Gewitter…
    Ich glaube an das Brechen und die Wirkungslosigkeit der Medikamente, wenn sie eben nicht im Magen bleiben.
    Nicht schön….
    Viele Grüsse, auch an deine beste Ehefrau,
    Carolin.

  5. Elisabeth schreibt:

    Das ist so eine Sache. Ich hab eine kl. Mondmann hier. Er kam bei Vollmond mitten in der Nacht auf die Welt…und schläft nie aber auch wirklich nie duch bei Vollmond. Also, er schläft eh nie ganz durch. Doch bei Vollmond wacht er noch öfter auf…steht dann am Fenster und schaut, und schaut…
    Nun ist er 10 1/2 Jahre, wir hatten schon viele Vollmondnächte Zeit da drauf zu schauen. Wir haben ihn oft schon still beobachtet da am Fenster…wie er schaut und schaut. Wir haben es öfter ausprobiert, ihn nicht angesprochen, nicht wieder ins Bett gebracht….und dann einmal nach fast zwei Stunden !!!! gegen vier Uhr morgens doch gesagt: „Du jetzt schläftst Du aber weiter!“
    Wir haben das nicht mehr ausgehalten. Dieses Stehen am Fenster dieses Schauen. Und … sein erster grosser epil.Anfall war in einer Vollmondnacht.
    Ich bin nun so gar nicht esoterisch … aber Robert und Mond ist eine eigene Geschichte. Vor fast 3 Jahren war ein Schlaf-EEG in einer Vollmondnacht….es viel ganz anders aus als die vier EEGs davor und die fünf EEGs danach.
    Ich kenn eine Mama, die ist sich sicher, dass ihr Mädchen bei Wind und Sturm reagiert und da noch mehr Anfälle hat. Sie hat schon lange einen Kalender und der zeigt tatsächlich, dass es so ist. Es ist ein schweres Thema. Und … wir können weder den Mond noch den Sturm ausschalten. Aber wir passen hier bei Vollmond noch mehr auf. Natürlich geben wir ihm nicht mehr Orfiril in solchen Nächten…aber wundern tut uns nichts mehr.
    Dass Robert bei grossen Schmerzen mit Anfällen reagiert, das wissen wir nun auch. Aber die Ärzte können mit der Info auch nichts anfangen.
    Aber…wenn er sich richtig weh tut, werden wir nun auch nicht mehr von dem Anfall überrascht.
    Es ist eine unfaire Krankheit, diese blöde Epilepsie
    Viele Grüsse
    Elisabeth

    • Graugrüngelb schreibt:

      Schmerzen können Anfälle auslösen, ebenso wie Freude oder Aufregunng. Als Saskia noch kleiner (und motorisch fitter) war, haben wir einige Male beobachtet, dass sie Anfälle hatte, wenn sie sich weh tat.

      Ich weiß, dass ich selbst bei Vollmond schlechter schlafe – wenn es auch heute nicht mehr so ausgeprägt ist wie früher. Und das passiert auch, wenn ich vorher nicht weiß, dass Vollmond ist und ihn auch nicht sehe. Irgendetwas ist da dran.

      Saskia hatte früher auch häufig Anfälle beim Trinken – anfangen konnte damit nie ein Arzt etwas.

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