Sozialversager

Wir waren zum Geburtstag einer Freundin der besten aller Ehefrauen eingeladen, geschätzt 20 Gäste, von denen ich exakt gar keinen, meine Frau ungefähr 5 kannte.

Wie machen andere Leute das eigentlich? Geht man zu jemandem hin, sagt „Hallo, ich bin …, wie geht’s?“. Wir – wir haben uns im Wesentlichen mit uns selber unterhalten. Sozialversager, wir.

Ach so, außer natürlich in den ca. 2 Stunden, in denen wir uns mit diesem Paar, mit dem uns die Gastgeberin – mit den Worten „Die haben auch ein behindertes Kind, mit denen müßt Ihr Euch mal unterhalten!“ – zusammengesteckt hatte, über unsere behinderten Kinder und alle damit zusammenhängenden Aspekte austauschten.

Sozialversager².

(War trotzdem kein schlechter Abend. Gab lecker Pizza, und so.)

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5 Antworten zu Sozialversager

  1. Ivonne Gumprecht schreibt:

    Da fällt mir nur noch ein: AUTSCH
    Nicht hier wart die Sozialversager.
    Zu dem „Zusammenstecken“ habe ich grad 4 Mal den geschriebenen Text gelöscht und ich lasse ihn jetzt auch lieber weg, wäre nicht nett, was ich schreiben wollte…

  2. Ute schreibt:

    Da muß unbedingt demnächst eine Gegeneinladung erfolgen, finde ich.

    „Hallo XY, schön, daß Ihr da seid! Guckt mal, mit denen da drüben müßt Ihr Euch unbedingt mal unterhalten – die haben auch eine elektrische Zahnbürste!“

    Weia… #Facepalm

  3. Elisabeth schreibt:

    Nein….nicht Ihr …. Ihr habt gar nicht versagt.
    Ja, wir vier haben uns durch unsere behinderten Kinder kennengelernt. Aber wir haben dann doch alle miteinander geredet, hatten viele Themen und es war doch gut und für alle was dabei.
    Utes Antwort find ich super…. da hat die Gastgeberin nämlich echt „versagt“, das ist so nicht gut gewesen.
    Na, wenigstens hat die Pizza wieder was gut gemacht…..

  4. Graugrüngelb schreibt:

    Ich tu mich gerade ein bisschen schwer damit, der Gastgeberin den schwarzen Peter zuzuschieben. Es war ein ziemlich gemischter Haufen Leute und in diesem Haufen wiederum relativ große Gruppen, die sich schon länger kannten, wir waren da etwas außen vor. Den Gedanken: „Da gibt es eine andere Familie in einer ähnlichen Situation“ finde ich da nicht so abwegig. Letztlich haben wir uns mit den beiden gut unterhalten und wenn wir das nicht gewollt hätten, hätte uns auch niemand dazu gezwungen.

    • Ja, ich gebe zu, ich war auch etwas überrascht von den Reaktionen hier. So schlimm finde ich diese Art des „Zusammenbringens“ nicht wirklich. Ich muss aber auch gestehen, dass die konkrete Formulierung (die vielleicht etwas … merkwürdig ist) so, wie sie da oben steht, nicht gefallen ist. Das war nur die Kurzzusammenfassung, die ich bekam, denn beim eigentlichen Bekannt-Machen war ich gerade nicht dabei.

      Und unabhängig davon halte ich mindestens mich trotzdem für einen Sozialversager :). Oder sagen wir: Zu uninteressiert an Smalltalk, zu blöd für wirklich intelligente Gespräche 🙂

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