Süße Kinder

Schwierige Frage, die die arme Frau da aufgeworfen hat. Mag ich Kinder? (Also, im Allgemeinen, nicht im besonderen Fall meiner Tochter?) Der Versuch einer Antwort, nur ein ganz klein wenig wirr, hoffentlich …

Ja, doch. Kleine Kinder sind … herzerwärmend. Es ist absolut faszinierend – und es ist sehr schade, dass ich das an meiner eigenen Tochter so wenig erlebe -, wie ein kleines Kind sich die Welt erobert, im Kleinen und im Großen, jeden Tag ein bisschen mehr. Die schrittweise Entwicklung eines kleinen schreienden und kackenden (‚tschuldigung :)) Bündels Fleisch zu einem leidlich intelligenten Menschen ist für mich ein großes Wunder.

Auf der anderen Seite: Ute hat Recht: Kinder sind so verschieden wie Erwachsene, und haben auch gern mal einen Haufen schlechte Eigenschaften, die mir jeden weiteren Umgang verleiden.

Wahrscheinlich ist es genau dieser Unterschied, der für mich die Grenze zieht: Solange Kinder unschuldig sind, solange sie mit großen Augen in die Welt schauen und sie zu begreifen suchen, und Hilfe dabei brauchen – so lange finde ich sie toll.

Dann allerdings gibt es diese Manieren, die mich bei anderen Menschen, egal ob Kind oder Erwachsener, in den Wahnsinn treiben. Was soll ich zum Beispiel mit jemandem anfangen, der mich wiederholt anlügt, und noch nicht mal ein Problem dabei sieht? Nichts, also ist die Konsequenz üblicherweise, dass ich den Kontakt zu diesem Menschen so weit wie irgend möglich abbreche. Lieber gar keinen Sozialkontakte als solche …

Und sobald Kinder anfangen, diese Manieren anzunehmen, sind sie nicht mehr süß und faszinierend. Sondern einfach nur noch Menschen, und als solche anstrengend, wenn man sich mit ihnen beschäftigen muss. Was ich dann eben vermeide.

Was sagt das über mich? Fehlende Sozialkompetenz, vermutlich, fehlende Konfliktbereitschaft … Irgend so etwas.

Na und? Kleine, unschuldige Kinder sind trotzdem süß und herzerwärmend 🙂

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10 Antworten zu Süße Kinder

  1. Ivonne Gumprecht schreibt:

    Was auch immer es ist, ich hab es auch 😉

  2. Ute schreibt:

    Nö, das sagt einfach nur aus, daß Du gesunden Selbstschutz praktizierst. *g*

    Wahrscheinlich muß man auch noch die physische Komponente beachten. Kindchenschema eben. Eine Methode der Natur, einem Kind die Betreuung zu sichern. Aber das Kindchenschema ist halt irgendwann weg. Dann wird der Mensch eben nach seiner Persönlichkeit beurteilt und es ist vorbei mit „süß“ und der Begeisterung der Erwachsenen.

    Ich bin mal gespannt, was Du hier in ein paar Jahren schreibst. „Süßestes Kind“ dürfte Dir spätestens dann jedenfalls mitleidiges Kopfschütteln Deiner Leser eintragen. *g*

  3. Sommersprosse schreibt:

    Die Antwort weißt Du selber: Weil die meisten Menschen kein Verständnis, geschweige denn Einfühlungsvermögen für Behinderte haben und letztere oft als lästig empfunden werden, sogar verbal oder körperlich verletzt werden.
    Das fängt schon bei Kindern an die es so vorgelebt bekommen und nicht anders lernen und Saskia heute schon auslachen.

    • Roland schreibt:

      Es gibt Menschen die kein Verständnis etc. für Behinderte haben. Das ist wohl leider wahr. Das sind aber sicher nicht die meisten!

      • Ob ich das „nicht die meisten“ unterschreiben würde, weiß ich nicht. Trotz meiner schwer behinderten Tochter habe ich selber zum Beispiel durchaus Berührungsängste bei anderen derartigen Menschen – die Besichtigung der Schulen letztens war auch eine Toleranzprobe für mich. Und man sollte eigentlich denken, dass ich es besser weiß …

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