Ausgeschaltet

Alleine spielen ist irgendwie nicht Saskias Ding. Nie so richtig gewesen, aber zur Zeit mal wieder ziemlich problematisch.

Am Sonnabend oder Sonntag morgen, wenn ich mit ihr ins Wohnzimmer komme, hätte sie eigentlich eine Menge Zeit zu spielen, bis ich das Frühstück vorbereitet habe (und die beste aller Ehefrauen aus dem Bad kommt). Früher erzeugte schon der Vorschlag, dass sie doch spielen könne, während ich in die Küche gehe, einen Weinkrampf. Dann funktionierte das eine kurze Zeitlang recht gut, inzwischen kommt ein trauriger, weinerlicher Blick, ein Zeigen auf ihren Stuhl, und ansonsten eine völlige Verweigerungshaltung. Das Ende vom Lied: Ich setze sie in ihren Stuhl, und dort hängt sie herum, bis das Frühstück anfängt. Schade, sie hätte anders herum deutlich mehr Spaß haben können 😦

Seit einer Weile beobachte ich, dass sie sogar mit dem Spielen aufhört, wenn man nur den Raum verlässt. Wenn wir also gerade mitten im Spiel sind, und ich muss kurz in die Küche, oder an die Tür, oder Weiß-der-Geier … dann sinkt Saskia – trotz aller gegenteiligen Aufforderungen und Aufmunterungen – in sich zusammen bzw. auf den Boden, und liegt dort. Sobald ich wieder dazu komme, richtet sie sich auf, und das Spiel geht weiter.

Das erinnert mich auf surreale Weise immer an Filmszenen von humanoiden Robotern: Ausschalten → Zusammensinken, Einschalten → Wiederhochfahren.

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4 Antworten zu Ausgeschaltet

  1. Ute schreibt:

    Vielleicht spielt sie ja nur dir zuliebe und denkt sich, wenn du kurz rausgehst: „Endlich mal ’ne Pause von dem öden Kram!“ 😉

  2. Hesting schreibt:

    Warum soll sie denn nicht auf diese Art zeigen, daß sie lieber in Eurer Nähe ist als allein? 🙂
    Ich finde, das spricht eher für Saskia, da es doch zeigt, daß sie Wert auf soziale Interaktion legt.

    • Mal ist das ja ganz nett, aber leider ist es permanent so, sie spielt sehr selten alleine zur Zeit. Und so toll ich soziale Interaktion finde, ist es eine Frage der geistigen Gesundheit des sozialen Umfelds (wir Eltern :-?), dass es auch mal Zeiten gibt, wo es nicht in Anspruch genommen wird …

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