Umgestürzter Wochenplan

Sie kann jetzt nur noch einmal die Woche kommen, sagte uns vorgestern unsere (bzw. Saskias) Babysitterin. Sie sei nämlich auf 400€-Basis angestellt, und die Lebenshilfe (ihr Arbeitgeber) habe festgestellt, dass sie im vergangenen Jahr „zuviel“ verdient habe, deswegen werde sie jetzt seltener eingesetzt. Und da scheint es uns erwischt zu haben.

Was, bitteschön, soll der Mist? Also, abgesehen davon, dass die Wurzel des Problems natürlich ist, dass derart wichtige Jobs derart mies bezahlt werden – wenn es ein regulär bezahlter Job mit einem angemessenen Gehalt wäre, dann wäre ja auch alles in Butter.

Aber eigentlich weiß die Lebenshilfe, dass wir eher auf der Suche nach mehr Betreuung sind, bzw. einer Alternativ-Betreuerin, damit wir nicht immer auf diese eine Person – so lieb und nett und belebend für Saskia sie auch ist – angewiesen sind. Das bekommen sie aber seit gefühlt Jahren nicht hin. Okay, das ist sicher auch nicht ganz einfach, da kann man nicht jeden nehmen – aber dass sie uns jetzt noch die eine Betreuerin, die wir überhaupt nur haben, zusammenstreichen, das ist ja wohl der Gipfel!

Außerdem passt es nicht. Ab nächste Woche geht unser Tanzkurs wieder los, für diesen einen Abend pro Woche haben wir die Babysitterin noch. Aber es war halt auch ein halbwegs regelmäßiger zweiter Nachmittag/Abend pro Woche geplant, damit man auch mal zu etwas anderem kommt hier. Und genau dieser Plan wurde uns jetzt aus dem Hinterhalt gestrichen. Mist, das.

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5 Antworten zu Umgestürzter Wochenplan

  1. Sommersprosse schreibt:

    Das ist ja wirklich Mist! Könnt Ihr nicht versuchen privat Jemanden zu finden?

    Gruß
    Mutti

  2. Ute schreibt:

    Ich könnte mir vorstellen, daß die ziemlich knallhart selektieren, wer die Betreuung am dringendsten braucht. Z. B. Familien mit mehreren Kindern, oder so?

    Ansonsten versucht es doch mal auf betreut.de oder auf babysitter.de. Zumindest beim letztgenannten Dienst kann man auch gezielt nach Sittern suchen, die auch kranke und behinderte Kinder betreuen. Beim ersten Dienst weiß ich es nicht so genau.

    • Ich weiß nicht, inwiefern die wirklich so priorisieren, oder nicht nur deshalb unser Termin gestrichen wurde, weil die Frau einfach bei uns die meiste Zeit verbringt – auch das wäre aus einer gewissen Perspektive nur gerecht.
      Ich will nicht mal ausschließen, dass das die persönliche Entscheidung der Babysitterin war, der halt nur gesagt wurde, dass sie irgendwo sparen muss, um wieder unter 400 € zu kommen. Auch dann könnte ich ihr nicht mal verübeln, dass sie da an ihrem (vermutlich) größten Posten gestrichen hat …

      babysitter.de kannten wir noch nicht – auch wenn ich da spontan keine Suche nach behinderten Kindern gefunden habe, können wir da ja vielleicht wirklich mal schauen – danke für den Hinweis!

  3. Elisabeth schreibt:

    Das ist ja wieder gar nicht gut. Wir haben leider privat niemanden gefunden, sobald das Thema „Epilepsie“ angesprochen wird, traut sich keiner mehr…..also doch wieder die Lebenshilfe. Haben wir aber momentan auch niemanden, sie suchen schon seid Oktober „die passende Person“ fürs Kind.
    Und die Kurzzeitpflege hat noch immer nicht alles wieder auf der Reihe gebracht, nach dem Umzug ins neue Haus. Seid Ende Juni war er nicht mehr dort, und nun ist er so gut wie entwöhnt, wir werden bei null anfangen müssen. Er sagt jetzt schon, dass er da nicht mehr schlafen mag, weil er kennt doch keinen mehr. Er will immer tagsüber zum spielen hin, aber die Nächte wieder heim. Und so geht das dann dort wieder nicht…..
    Das ist eines der grossen Probleme. Die Betreuung unserer Kinder. Ich kenn zwei Familien hier, die suchen auch schon Monate. In einer Familie gibt es ein Baby und trotzdem kann das Kind mit der Behinderung nirgendwo in der Kurzzeitpflege untergebracht werden. Die Warteliste ist sehr lang.
    Ich drück Euch die Daumen, dass Ihr eine Lösung findet. Darf die Betreuerin nicht auch ab und zu einfach privat aufpassen?

    • Ja, wir haben sie schon gefragt, ob sie sich das vorstellen könnte – könnte sie. Die Verhinderungspflege darf man ja (im Gegensatz zu den zusätzlichen Betreuungsleistungen) auch privat „ausgeben“, da ließe sich also was machen. Es wäre wahrscheinlich sogar besser für beide Seiten: wir würden weniger davon ausgeben, und sie würde mehr davon bekommen, denn immerhin wäre dann die Lebenshilfe nicht zwischengeschaltet.
      Wir wollen uns mal dafür interessieren, wie wir das hinbekommen. Immerhin müsste sie das dann versteuern, und wir haben noch keine Ahnung, was da für uns oder für sie an Bürokratie dran hinge.

      Viele Grüße
      ‚Locke‘

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