Gemischtes Buntes

Eine ungeordnete Sammlung von Wochenend-Eindrücken, weil ich gerade keinen Kopf habe, um das in aller Detailverliebtheit aufzuschreiben:

  • Bis gestern hätte hier gestanden: Die Eisenbahn ist tot, es lebe die Eisenbahn! Das „Eisenbahnspiel“ ist out, das hat Saskia eine ganze Weile nicht mehr eingefordert. Statt dessen steht jetzt mal wieder eine von der großen Schwester vor Jahren geliehene Eisenbahn im Wohnzimmer, und die hat es Saskia angetan: Wir legen eine der Bildkarten des Kuhspiels in die Eisenbahn, drücken auf den Knopf, die Eisenbahn fährt eine Runde, wir halten sie an, und das nächste Bild ist an der Reihe. Wenn alle 24 Karten auf oder in der Eisenbahn liegen, sagt Saskia „ma!“, und wir fangen von vorne an. Was habe ich dieses Spiel in den vergangenen Tagen gespielt!
    Nun ja, gestern und heute hat sie dann auch das „alte“ Eisenbahnspiel wieder belebt …
  • Gestern wollte Saskia beim Spielen irgend etwas, was ein paar Meter von ihr entfernt lag. Ich forderte sie auf, es sich zu holen. Sie krabbelte los, um die vor ihr liegenden Eisenbahnschienen herum! Der pure Wahnsinn! Normalerweise – genauer gesagt: immer – ist sie im Modus „Dampfwalze“: Ihr doch egal, was da auf dem Boden liegt – einfach drüber. Auch für Spielsachen gilt: Was sie nicht umbringt, macht sie nur härter.
  • Und wo wir gerade beim Eisenbahnspiel waren, das ja nur deshalb so heißt, weil eines der Bilder eine Eisenbahn darstellt, während es in Wirklichkeit darum geht, bunte Steinchen in die passenden Aussparungen in diesen Bildern zu legen: Heute bestand Saskia darauf, das selber zu tun. Und es funktionierte etliche Runden lang erstaunlich gut. Klar, es gab immer mal Kollateralschäden, aber wenn man die schnell genug aufräumt, dann klappt das insgesamt. Fand‘ ich ziemlich beeindruckend.
  • Vor vielen Jahren zeigte uns mal einer meiner damaligen Mit-Zivis, wie anstrengend seine Rolle im Laien-Theater – es wurde „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ gegeben, und er spielte wohl jemanden auf Entzug – sei: Er müsse die ganze Zeit so zittern …
    Wie das hierher passt? Ich habe jahrelang nicht an diese Geschichte gedacht, bis Saskia heute all die bunten Steine auf die Bilder legte: Ihre Hand zitterte genauso wie damals die von S. Allerdings war es damals anstrengend für S. zu zittern, während bei Saskia die Hand vor Anstrengung zitterte. Beide Hände, um genau zu sein, selbst die eigentlich für Stabilität sorgende und auf dem Boden aufgestützte. Das war der gruselige Teil dieser eigentlich schönen Motorik-Überraschung.
  • Saskia wollte heute mal wieder freiwillig iin ihrem Bett schlafen, was ich gut finde. Weniger toll ist, dass sie, sobald wir aus dem Raum sind, auf das große Bett krabbelt, und dann innerhalb kürzester Zeit einen Riesen-Bohei machen kann, weil die Welt ja so schrecklich ist, wenn man im kleinen Bett schlafen muss. Dreimal habe ich sie heute auf ihr Bett zurückverfrachtet, aus Prinzip.
    Ich hab‘ ihr dann vorhin, nachdem sie gerade mal wieder weinte, als ginge es ihr ans Leben, recht deutlich erzählt, dass ich den ganzen Tag mit ihr verbracht habe, gerade immer noch damit beschäftigt bin, ihr Mittagessen für morgen zu kochen, und einfach keine Lust habe, jetzt wegen ihrer Launen auch noch den Rest des Tages mit ihr zu verbringen, sondern einfach auch mal Zeit für mich und die Mama haben möchte.
    Seitdem ist es ruhig dort drüben. Ob es wirklich daran lag?
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