Ungenaue Statistik

In den letzten beiden Nächten haben Oma und Opa auf Saskia aufgepasst, und die beste aller Ehefrauen und ich haben außerhalb (des Zimmers mit Saskia) geschlafen. Auch wenn die beste aller Ehefrauen sagte, sie hätte ohne Saskia irgendwie schlechter geschlafen als mit ihr …  mir hat es geholfen. Ein wenig wenigstens. Dankeschön an Oma und Opa! Auch wenn es höchstens eine weitere Nacht dauern wird, bevor ich wieder mein übliches Schlafdefizit habe. (Wann war ich eigentlich das letzte Mal wirklich ausgeschlafen? Ich weiß nicht mehr …)

Aber eine Sache … die lässt mich jetzt auch schlecht schlafen. Ich habe ja einen Zettel und einen Stift auf dem Nachttisch liegen, direkt vor dem Wecker, der bei einem Schlag auf die Oberseite schön hell leuchtet. Und immer, wenn Saskia einen Anfall hatte, bekommt er diesen Schlag, damit er den Zettel erleuchtet, damit ich die Uhrzeit des Anfalls dort drauf schreiben kann. Minutengenau. Jaja, ich bin zwanghaft (und außerdem mag‘ ich bunte Statistiken).

Und nun habe ich zwei Nächte mit solchen Angaben wie „zwischen 4 und 6 vier Anfälle“ … Was soll ich mit einer so ungenauen Statistik denn jetzt noch anfangen …?

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12 Antworten zu Ungenaue Statistik

  1. Ute schreibt:

    Nerd! *flitz*

    • Es ist ein integraler Bestandteil der Definition von „Nerd“, dass man sich durch den Begriff „Nerd“ nicht angegriffen fühlt. Man reagiert einfach mit Unverständnis ob solcher Reaktionen wie „*flitz*„, denn warum flitzt man, nachdem man die Wahrheit gesagt hat?

      Die sozialkompetenteren unter den Nerds beschleicht an dieser Stelle eventuell das undeutliche Gefühl, dass das Nicht-Beleidigtsein durch die Kategorisierung als Nerd möglicherweise eine Eigenschaft ist, die nicht alle Menschen haben.

      • Ute schreibt:

        Was daran liegen könnte, daß „Nerd“ ja eben in der Tat oft mit mangelnder Sozialkompetenz in Verbindung gebracht wird. Sei dies nun gerechtfertigt oder nicht. *g*

  2. mutterchaos schreibt:

    schmeiß endlich weg, nutzt ja eh nix 😉

    • Ute schreibt:

      Eben. Wirklich aussagekräftig wäre nur ein jahrelanges, ununterbrochenes Dauer-EEG.

      • Graugrüngelb schreibt:

        Gib mir’n Zettel und ’nen Stift – ich mals dir. So bescheiden, wie das seit Monaten aussieht, könnte ich es auch Saskia malen lassen – sähe auch nicht viel anders aus als die tatsächlich aufgezeichneten Kurven.

        • Ute schreibt:

          Ich hab’s in deinem Blog gesehen… Selbst zu den Zeiten, wo man dem Kind von außen keinen Anfall ansieht, geht’s im Hirn ja offenbar drunter und drüber? Von daher ist keine Statistik, die auf rein optischer Beobachtung basiert, wohl je wirklich aussagefähig, nehme ich an. Bestenfalls liefert sie grobe Anhaltspunkte. Schlimmstenfalls wiegt sie Euch fälschlicherweise in Sicherheit bzgl. angeblich anfallsfreier Zeiten. Ich glaube, da hätte ich jede Statistik längst geschreddert.

          • Es hilft, mittelfristige Entwicklungen zu qualifizieren. Es spiegelt nur einen Teil der Realität wieder, das wissen wir, aber wenn bestimmte Dinge oder Aktionen oder Änderungen sich auf diesen Teil der Realität auswirken, dann merken wir das halt. Und es ist ein bisschen objektiver (wenn auch nicht absolut objektiv) als die persönliche Wahrnehmung, denn die hängt über viele Tage und Wochen hin halt auch von vielen anderen Faktoren ab.

            Insofern … siehe unten.

            Außerdem machen bunte Kurven Spaß. So.

          • Ute schreibt:

            Auch über 30, 40 Jahre oder mehr? Ich bewundere deine Geduld – das hätte ich längst drangegeben, glaube ich.

          • Ich versteh‘ die Frage nicht. Also, ja – ich bin über 30 (aber noch nicht über 40) – aber irgendwie glaube ich nicht, dass Du das meintest.

            Ob ich das mit den Statistiken so durchhalten werde, wenn wir Saskias Epilepsie 30 oder 40 Jahre mit uns herumgeschleppt haben, weiß ich noch nicht – es sind erst 5.

            Ich tendiere dazu zu denken, dass ich es so lange machen werde, wie es sinnvoll machbar ist, und ich das Gefühl habe, dass man noch etwas daraus entnehmen kann.

      • Nein, gewisse Trends kann man auch in unserer mundgemalten Statistik erkennen. Einer meiner Lieblinge: Nach dem Ende jeden Cortison-Stoßes vor einem Jahr gab es in der Kurve der Anfallszahlen plötzlich eine hellrote Spitze – weil Saskia nämlich jedesmal mehr und heftigere Anfälle hatte.

        Solche Dinge kann man durchaus sehen. Man muss halt, wie bei jeder Statistik, vorsichtig sein, was man hinein interpretiert …

  3. Elisabeth schreibt:

    …sprachlos….

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