Vorgewärmtes Bett

Saskias Bett steht ja in unserem Schlafzimmer, direkt neben unserem. Es gab eine Zeit, da habe ich abends versucht, sie dazu zu bringen, sich in ihr Bett zu legen, anstatt auf unserem einzuschlafen. Sie wollte das nicht, aber das war mir egal. Das Leben ist immerhin kein Ponyhof, oder?

Es endete oft damit, dass wir dann doch wieder im Schlafzimmer standen, weil Saskia es unter allerhand Geräuschentwicklung irgendwie geschafft hatte, auf unser Bett zu kriechen. Oder aber sie schaffte das nicht, dann sorgten das Jammern und Weinen dafür, dass wir trotzdem im Schlafzimmer standen. Gern auch mehrmals am Abend, über Stunden – denn ich hatte sie natürlich immer wieder in ihr Bett gelegt, und ihr mehr oder weniger laut und deutlich erklärt, dass sie bitte dort schläft.

Irgendwann wurde uns die Zeit dafür zu schade … Zeit ohne Saskia ist kostbar, und die halbe Nacht dann auch noch mit ihr zu verbringen, obwohl sie eigentlich schlafen sollte – das machte auch nicht wirklich Spaß.

Also habe ich das aufgegeben (die beste aller Ehefrauen war da sowieso weit weniger rigoros als ich). Damit hat Saskia ihren Willen, was natürlich schlecht™ ist, unter Erziehungsgesichtspunkten und so, – aber ich habe dann ein paar Stunden später ein vorgewärmtes Bett. Das ist doch auch was.

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4 Antworten zu Vorgewärmtes Bett

  1. Muschelsucher schreibt:

    Besondere Kinder, besondere Erziehungsbedürfnisse und die Kraft, die man auf das „eigene Bett“ aufbringen müßte, kann man anders verbrauchen.
    Bei uns sind die Kinder aus unserem Bett ausgezogen, um dann wie ein Rudel Hunde auf meinem ehemaligen Studifuton zu schlafen. Danach sind sie erst in die eigenen Betten gekommen, da wollten sie das dann auch und es war ihre Entscheidung. Der Mensch ist halt ein Herdentier 😉

    Liebe Grüße

  2. Elisabeth schreibt:

    Erst heute Nacht kam ein nun schon fast grosses Mädel wieder in unser Bett.
    Der kleinere Bub kommt sowieso ständig nachts….
    Ich find das gut, dass Du das Positive (=warmes Bett) sehen kannst. Es ist wohl besser, dass sie bei Euch ist.
    „Erst wenn Du auch allein ohne Papa in ein Zimmer schläfst komm ich nicht mehr zu Euch“… sagte Robert mit fünf Jahren. Damals wollten wir auch noch an ihm ziehen in eine andere Richtung (=Erziehen). So ist das einfach mit den besonderen Kindern.
    ich wünsch Euch einen schönen Frühlingsanfang und die Wochen danach natürlich auch noch
    Elisabeth

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