Abstrakte Wünsche

Ich weiß nicht, ob Saskia Wünsche derartig abstrakter Art hat, aber ich bezweifle es. Wünscht sie sich, wieder besser sprechen zu können? Wünscht sie sich, wieder krabbeln zu können? Laufen zu können? Selber essen zu können? Keine Anfälle im Schlaf zu haben?

Ich meine, wünscht sie sich das auf eine solche Art und Weise, dass man sagen könnte: Das ist ihr größter Wunsch? Das impliziert ja, dass sie vergleicht, dass sie nicht nur im Jetzt lebt, dass sie ein Bewusstsein für Vergangenheit und insbesondere Zukunft hat. Hat sie das? Eigentlich sind wir uns recht sicher, dass Aussagen wie „Morgen“ oder „nächste Woche“ oder gar „nächstes Jahr“ für Saskia keine Bedeutung haben – jedenfalls ist es uns noch nicht gelungen, auf Erklärungen, die solche Konzepte enthalten, eine Reaktion zu bekommen, die vermuten ließe, sie hätte verstanden.

Ja, klar, wenn wir am Tisch sitzen, möchte Saskia auch mal selber den Löffel haben. Und manchmal möchte sie in ihrem NF-Walker geschnallt werden. Insofern: Klar, es gibt Momente, in denen sie sich das eine oder andere wünscht.

Aber das sind eben: Momente. Aber Dinge wie „Mein größter Wunsch ist, wieder laufen zu können!“? Ich bin skeptisch.

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