Zunehmende Intoleranz

Eine stille, nicht redende Saskia ist schlimm. So schlimm, dass ich oft versuche, das selber zu kompensieren – was aber auch nicht wirklich hilft, denn das geht mir dann eben auch auf den Nerv.

Aber eine Saskia, die permanent stöhnt … Leider hat sie es sich irgendwie zur Angewohnheit gemacht, bei allen möglichen Spielen voller Begeisterung vor sich hin zu stöhnen. Also ein „mmm … mmm … mmm“ im Sekunden-Rhytmus. Laut. Immer wieder. Minutenlang. Viertelstundenlang. Stundenlang.

Das ist eine Art Hintergrundgeräusch, die ich gar nicht vertrage, da werd‘ ich einfach kirre. Sie zu bitten, damit aufzuhören, hilft natürlich nicht: Sie schaut mich groß an, sagt „Ja!“, weil ihr klar ist, dass ich das erwarte, und dann wird weitergespielt – und -gestöhnt. Ja, klar, es ist die pure Freude … Aber ich möchte mir am liebsten Oropax in die Ohren stopfen. Oder, alternativ, sie schütteln und anschreien „Hör‘ auf!“.

Bis jetzt konnte ich mir beides verkneifen. Aber es wird schwieriger …

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3 Antworten zu Zunehmende Intoleranz

  1. Hesting schreibt:

    Versucht sie, zu singen? 😉

  2. Elisabeth schreibt:

    Ich hoffe, ich darf das jetzt so schreiben. Ich hab hier einen Vergleich. Eines meiner Tageskinder, drei Jahre alt … spricht nicht. Macht aber den ganzen Tag (und ich mein wirklich den ganzen Tag) sehr laute seltsame Geräusche.
    Die Eltern tun nichts …. keine Gespräche mit dem Arzt, keine Tests, sie nehmen es nicht Ernst, nehmen sich nicht die Zeit endlich zu handeln. Nun „muss“ ich inzwischen das JuAmt davon informieren, das ist nun so gesetzlich gefordert. Es hat sich von selber erledigt, denn es war ein Wechsel innerhalb d.JuAmts. Die Neue kam und alle Antennen wurden ausgefahren. Vor vier Wochen machte das JuAmt Druck auf die Eltern….. leere Versprechungen, sonst nichts!
    Ich selber darf die Tests nicht machen, dazu müssten die Eltern mir die Erlaubnis geben, tun sie aber nicht…. So! das ist der HIntergrund.
    Was ich Dir nun schreibe: Ich habe heute morgen das Betreuungsverhältnis gekündigt! ICH halte es nicht mehr aus. Ab Mittag machen meine Nerven die Geräusche vom Kind nicht mehr mit. Es kostet mich ganz viel nicht zu sagen „bitte sei endlich mal still!“ Ich kann es nicht niederschreiben welches stundenlang wiederkehrende Geräusch das ist. Egal ob wir ein Buch anschauen, ob wir Ball spielen, ob die anderen Kinder mitspielen. Ständig dieses eine laute Geräusch.
    Ich weiss nicht ob ich es nach über zwei Jahren besser aushalten könnte wenn ich endlich wüsste was es ist. Kind taub? schwerhörig? oder sonstwas…..Ja, ich hab inzwischen eine Wut auf solche Eltern, überträgt sich das aufs Kind? Das will ich aber nicht, schaffe es aber auch nicht mehr es auszuhalten!
    Hier haben noch andere Erwachsene oft mit dem Kind zu tun. Einer davon sagte gestern zu dem Kind: „es reicht, dann sei still!“ es wurde laut, genervt gesagt. Das Kind fühlte sich nicht angesprochen, doch das war der Punkt. WIR können es nicht mehr aushalten.
    Wenn ich die Zeilen von Dir lese, dann weiss ich wie es Deinen Nerven geht …. ich kann es so gut verstehen.
    Du weisst warum das so wurde bei Saskia, Du denkst weiter, wirst Dich fragen was kommt da noch? oder nicht mehr?
    Du wirst immer der Papa sein, der sein Kind so sehr lieb hat. Und doch „dürfen“ Deine Nerven auch mal sagen „ich kann nicht mehr!“
    Ich konnte nun sagen „Schluss, ich kann nicht mehr.“, Ihr macht so weiter, Ihr habt keine Möglichkeit auf Änderung. Und bevor Du an dem Allen erstickst, dann lieber so ein Post!
    herzliche Grüsse
    Elisabeth

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