Falsch verdrahtet

Wenn man Saskia auffordert, den Mund aufzumachen – zum Beispiel beim Zähneputzen -, dann macht sie das – und hebt dabei den Kopf gaaanz weit hoch, ja, wirft ihn praktisch in den Nacken. Irgendwie schaffe ich es seit Monaten nicht, ihr begreiflich zu machen, dass „Mund auf“ und „Kopf hoch“ zwei verschiedene Dinge sind.

Seit einiger Zeit versuchen die beste aller Ehefrauen und ich ab und zu, und unabhängig voneinander, Saskia dazu zu bewegen, den Mund zu schließen. Ein ganz weit offener Mund (gern verbunden mit Stöhnen) ist ja Ausdruck der Begeisterung bei ihr, weckt dieselbe aber bei unbeteiligten (oder auch beteiligten) Zuschauern nur bedingt. Diese Bitte, den Mund zu schließen, führt üblicherweise dazu, dass Saskia den Mund ganz weit aufreißt, und gern auch den Kopf ein Stück hebt.

Hmm. Irgendwas ist da bei ihr was falsch verdrahtet.

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3 Antworten zu Falsch verdrahtet

  1. Muschelsucher schreibt:

    Hallo,
    es gibt Punkte rund um den Mund, die man streicheln, drücken, berühren kann, die die Kinder dazu veranlassen, den Mund zu öffnen, zu schließen und zu schlucken. Das können die meisten Logopäden zeigen, am besten die, die sich mit Castillo Morales auskennen.

    Worte zusammen mit diesen reflexhaften Reizen können zu neuen Verdrahtungen führen, oder auch nicht, schließlich sind unsere Kinder Wundertüten, die sich einen feuchten um Vorhersagen und Prognosen scheren.

    Aber bei uns hat es geklappt.

    Liebe Grüße

    • Hmm, dann sind wir bis jetzt bei den falschen Logopäden gewesen … andererseits, da war auch noch was offen mit der einen Logopädin, wo wir den Termin Anfang des Jahres wegen „bringt nix“ gestrichen hatten, die wollte sich eigentlich nochmal mit der Chefin beraten. Und damals ging es auch „nur“ um das Speicheln, das mit dem offenen Mund war da noch nicht so extrem. Vielleicht sollten wir uns mal wieder dort melden. Erst mal danke für den Tip.

      Viele Grüße
      ‚Locke‘

      • Muschelsucher schreibt:

        Unsere Logos hier am Ort können das glaube ich auch nicht. Wir waren zu einer Intensiv Woche bei Frau Iven in Baiersbronn im Schwarzwald, haben da Urlaub gemacht und 3 Therapieeinheiten am Tag gehabt. Dabei war das Anlernen der Eltern das wesentliche.

        Dort haben wir eigentlich alle Massageübungen, Mundmotorikdinge usw gelernt, die wir dann zu Hause weiter umsetzen konnten.

        Diesen Weg gehen ganz viele Eltern, weil diese spezielle Logopädie für Behinderte einfach nicht so verbreitet ist, die Grundkenntnisse aber eigentlich bei allen vorhanden sein sollten.

        Liebe Grüße

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