Wiederholte Hysterese

Es gibt, wenn sich Saskias Zustand bessert, immer so … einen Nachlauf. Es dauert immer ein paar Tage, bis ich bemerke, dass sie jetzt gar nicht mehr zuckt, dass die Motorik wieder besser ist, und dergleichen Dinge mehr.

Gestern ließ ich sie zum ersten Mal wieder das abendliche Ritual (sie krabbelt weg, ich „fange“ sie) auf dem Weg zum Bad durchziehen – ohne Helm. Weil sie das zur Zeit mal wieder schafft, ohne permanent (oder auch nur ab und zu) auf die Nase zu fallen oder mit dem Kopf irgendwo anzustoßen.

Heute durfte sie beim Abendessen wieder auf der Bank sitzen, statt in ihrem Stuhl. Das ist zwar anstrengender für denjenigen, der daneben sitzt (und auch weniger schonend für den Bezug, der jetzt mit diversen Fettfingerattacken leben lernen muss), aber … nun ja, ihr gefällt diese Freiheit natürlich.

Ich denke, das mit dem Rivotril war eine gute Idee. Jedenfalls rede ich mir einfach ein, dass es daran liegt. Und wenn nicht … ist das „Warum“ letztendlich auch egal 🙂

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5 Antworten zu Wiederholte Hysterese

  1. Sommersprosse schreibt:

    Na, wie finde ich denn Das!? Sobald wir fort sind, scheint es dem Kind wieder besser zu gehen.
    Freu mich trotzdem und nehme es nicht persönlich. Hoffe, es hält an.

    Gute Nacht
    Mutti

  2. Muschelsucher schreibt:

    Klingt gut, weiter so Saskia 😉 immer schön die fettigen Finger verewigen 😉

    Liebe Grüße

    PS. Einreiben mit Kreide und dann waschen soll Fett gut entfernen. Habe ich aber noch nicht ausprobiert.

  3. anna schreibt:

    Über psychische Abhängigkeit und Benzodiazepinentzug wisst ihr aber Bescheid, oder? Neben der Abhängigkeit haben Benzodiazepine den Nachteil, dass Sedierungen bei abhängigen Patienten nicht mehr so wirken, sprich man muss die Leute regelrecht „abschießen“ , damit die Sedierung überhaupt noch wirkt. Meine Großmutter hat über Jahrzehnte Benzos als Schlafmittel genommen, hatte dann (als Nicht-Epileptikerin) auf dem OP-Tisch einen epileptischen Anfall, wohl aus Angst/Panik/Schmerz weil sie auf normale Dosen Sedierungsmedikamente nicht mehr angesprochen hat. Außerdem wollte man ihr natürlich im Krankenhaus u. Altersheim (Kurzzeitpflege) immer das Schlafmittel streitig machen wegen „Suchtgefahr“. (Nur dass nach über 40 Jahren regelmäßiger Einnahme die Sucht längst eingetreten war, man sie also faktisch auf Entzug gesetzt hat.)
    Ich kann mir vorstellen, dass bei Saskias Epilepsie Benzo-Abhängigkeit evtl. das kleinere Übel ist, aber das solltet ihr gründlich mit dem behandelnden Arzt durchsprechen.

    Ach ja, gewirkt hat das Benzo übrigens auch nach 40 Jahren noch, meines Wissens ohne relevante Dosissteigerung. Nach dem epileptischen Anfall hat man ihr ein (anderes) Benzo als Antiepileptikum gegeben, mit der Folge, dass sie an dem Tag zum ersten Mal nach Jahrzehnten Mittagsschlaf gemacht hat.

    • Graugrüngelb schreibt:

      Die Abhängigkeit ist der Grund, weshalb wir uns gerade mit dem Rivotril sehr schwer tun und es in gewisser Weise ungern geben und noch weniger gern die Dosis erhöhen. Einerseits.

      Andererseits ist es eines der wenigen Medikamente, die bei Saskia überhaupt eine positive Wirkung zeigen. Also wägen wir ab: Abhängigkeit auf der einen – bessere Anfallssituation auf der anderen Seite und versuchen mit so wenig wie möglich auszukommen. Saskia bekommt deshalb auch eine relativ geringe Dosis Rivotril.

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