Rivotrilloser Morgen

Vergangenen Sonnabend, also gestern vor einer Woche, habe ich – recht spontan – Saskias morgendliches Rivotril von 0,25 mg auf 0,125 mg reduziert. Wir hatten ja die morgendliche Dosis vor einer Weile erst eingeführt, mittlerweile geht es Saskia auch tagsüber wieder so schlecht, dass man mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen kann, dass sie nicht mehr wirkt. Also kann es ‚raus. Da die Erfahrung aber lehrt, dass das mit Entzugserscheinungen verbunden ist, tun wir uns damit immer sehr schwer.

Nun, wie gesagt, die Tage sind schlecht … das ist traditionell ein guter Zeitpunkt, Medikamente heraus zu nehmen. (Wenn die Tage gut sind, dann will man das nicht, denn dann haut so ein Entzug richtig ‚rein. Wenn es Saskia allerdings eh‘ schlecht geht … Absurde Logik, ich weiß. Funktioniert aber, sagt jedenfalls unsere langjährige Erfahrung.)

Während der ersten Tage nach der Reduktion ging es Saskia gleichbleibend schlecht – viele Myoklonien und Absencen -, so dass ich denke, da hat sich nichts geändert. Während der Nächte hatte sie etwas mehr Anfälle – ob das wirklich Rivotril-Entzug war? Möglich, aber unmöglich zu beschwören. Jedenfalls „normalisierte“ es sich dann im Lauf der Woche wieder – was zur Zeit so zwischen 2 und 4 Anfälle pro Nacht bedeutet.

Gestern haben wir die restliche Viertel-Tablette am Morgen weggelassen. Der Tag war wie immer, die Nacht … nun ja, 8 Anfälle in 8 Stunden. Das ist viel. Aber auch hier gibt es eine Alternativ-Theorie statt des Entzuges: Wir waren gestern Abend auf einem lokalen Stadtfest, mit Saskia, die mindestens auf der Hüpfburg (und mit dem Kartoffel-Salat und den Pilzen und dem Würstchen …) viel Spaß hatte. Es wurde ein für ihre Verhältnisse recht langer Abend. Vielleicht also hatte das Gehirn in der Nacht einfach besonders viel zu verarbeiten?

Wie dem auch sei: Ich bin gespannt auf die heutige Nacht. Und hoffe, dass sie etwas weniger schlimm wird, und die nächste dann wieder … und das wir damit die eine Hälfte des Rivotrils wieder losgeworden sind.

Dann gilt es nur noch, irgendwann mal wieder einen Anlauf für die zweite Hälfte zu starten. (Ist diese Schizophrenie – in einem der vergangenen Artikel zum Thema Rivotril behauptete ich noch, dass das abendliche Rivotril vermutlich möglicherweise offensichtlich scheinbar eventuell sicher doch notwendig ist, inzwischen bin ich schon lange wieder auf dem Trip, dass es bestimmt logischerweise ohne Zweifel ganz sicher gar nicht mehr wirkt – eigentlich in irgendeiner Art und Weise problematisch?)

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