Verrücktes Gerät?

Eine Theorie für Saskias Absturz – auf ein Niveau, wie wir es seit Jahren nicht hatten -, aufgestellt von der besten aller Ehefrauen: Ziemlich dicht neben dem Schulgelände verlaufen ein paar Gleise, da fahren Züge, wie das mit Gleisen halt so ist. Grob geschätzt im 5-, vielleicht auch 10-Minuten-Takt. (Wurde mir jedenfalls gesagt: Ich habe beim Elternabend, mit Blick auf diese Gleise, weder etwas davon gehört noch gesehen, die beste aller Ehefrauen schien jede einzelne Bahn mitbekommen zu haben.) Gleise, Stromleitungen, Magnetfelder … Der VNS ist doch empfindlich gegen Magnetfelder, gelle? Wir dürfen ja, aus diesem Grund, mit Saskia nix machen, was man mit einem Herzschrittmacher auch nicht machen darf – genau wegen der Magnetfelder. Nein, das ist keine Esoterik, das ist Physik.

Also, ja, der Abstand zwischen Saskia und den Gleisen sollte immer noch groß genug sein, von wegen Magnetfeldstärke umgekehrt proportional zum Quadrat der Entfernung, aber … Vielleicht läuft das Ding ja Amok? Spannende Theorie, hatte ich so noch gar nicht gesehen.

Nun ja, morgen haben wir einen Termin beim Neurologen, zum Höherstellen der Stromstärke – der stand schon, bevor Saskia abstürzte. Nun kann man, soweit wir wissen, aus dem VNS auslesen, wie er sich in der Vergangenheit verhalten hat. Mindestens die manuellen Stimulationen, und auch die manuellen Abschaltungen, die wir vornehmen können, kann man wohl später aus dem VNS auslesen. Insofern wird es spannend zu hören, ob der Neurologe sein Gerät auspackt, und uns vielleicht erzählt, dass der VNS völlig kirre ist.

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4 Antworten zu Verrücktes Gerät?

  1. Pingback: Unmögliche Antworten | Besser so als anders

  2. Hesting schreibt:

    Ich finde, Ihr solltet auf jeden Fall den VNS morgen auslesen lassen, wenn möglich.
    Ein paar Links (es ist schwierig, was zu finden, was nicht gleich in die Esoterik-Ecke abbiegt):
    http://www.emf-portal.de/lfu.php?detail=375&l=e
    http://www.ktipp.ch/themen/beitrag/1025061/Der_Kluge_wohnt_nicht_neben_dem_Zuge
    http://www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/umweltatlas/d805_08.htm
    http://umweltinstitut.org/fragen–antworten/elektrosmog/niederfrequent-23.html
    Zum Thema verträgliche Magnetfeldstärken finde ich weder auf deutsch noch auf englisch was wirklich brauchbares. *mal drohend die Faust in Richtung Cyberonics schüttelt*
    http://www.imrser.org/PDF/VNS_Shellock_Article.pdf

    • Du hast viel Zeit zum Googlen, scheint mir 😉 – danke.

      Aus dem Shellock Article:

      Device function was unaffected
      by MRI procedures at 1.5 and 3 T

      klingt für mich wie: Der VNS läßt sich nicht mal aus der Ruhe bringen, wenn er direkt in einem MRT steckt, selbst dann funktioniert er noch normal. Und in einem MRT sind die Feldstärken sicher höher als 100 Meter neben ein paar Zügen.
      Hab‘ mit das aber noch nicht intensiver durchgelesen (und bin auch nicht sicher, ob ich das tun werde :)).

      Schau’n wir mal, was der Neurologe heute sagt.

      • Hesting schreibt:

        Für Euch nehme ich mir gern die Zeit. 🙂
        Der neue „Ernst des Lebens“ fängt ja erst am Montag an. 😉

        Beim MRT kommt der VNS durch die Verwendung der Kopfspule aber nicht in das ür den eigentlichen Scan nötige pulsierende Feld.

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