Falsche Sparsamkeit

Sehr gelegentlich – vielleicht zweimal im Jahr – verschlägt es uns ja zu dieser Firma mit dem gelben M auf roten Grund. Heute war mal wieder so ein Tag, da wir außer Haus waren, und einfach nur eine Kleinigkeit essen wollten, was abends um 8 langsam schwierig wird. Das als Entschuldigung 🙂

Und sie haben heute wieder Minuspunkte gesammelt: Die beste aller Ehefrauen wollte einen Milchshake. Auf die Frage, ob es ein großer oder ein kleiner sein soll, wurde „klein“ geantwortet – was bei der Dame hinter dem Tresen eine Reaktion auslöste der Art: Warum denn den kleinen, der große kostet doch nur unwesentlich mehr, es ist aber viel mehr drin, und überhaupt! Das Ganze unterlegt mit einer gewissen „So blöd können Sie doch nicht wirklich sein, oder?!“-Attitüde. Na gut, vielleicht redetete ich mir Letzteres auch nur ein. Vielleicht aber auch nicht.

Und an dieser Stelle dachte ich so: Klasse! Genau dieser Mist führt dazu, dass die Leute mehr kaufen, als sie gerade eigentlich brauchen oder wollen, (absolut) mehr ausgeben, als sie eigentlich müssten, und sich letztendlich immer mehr daran gewöhnen, völlig unsachliche Riesen-Portionen von allem Essen und Trinken zu haben – nur, weil es relativ gesehen billiger ist. Was dann irgendwann zu so absurden Dingen führt wie „kleinen“ Getränken im Kino, an denen sich eigentlich zwei Personen den ganzen Film lang abarbeiten können.

Sowas ärgert mich. Besonders, zugegeben, diese Attitüde …

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2 Antworten zu Falsche Sparsamkeit

  1. Andrea schreibt:

    Wie beim Bäcker. Du verlangst e i n Brötchen und sollst eine Tüte mit 5 Feierabendbrötchen kaufen oder ein Sortiment von 10 verschiedenen Brötchen, weil Du dann ungemein sparst.
    Die Frage, was ich mit den restlichen 4/9 Brötchen machen soll und wo ich genau spare, wenn ich die nicht benötigten Brötchen in der Braunen Tonne entsorge, konnte mir noch niemand beantworten.
    Obwohl: Paniermehl, Frikadellen, Pferdeleckerli – da könnte man ja groß in die Produktion einsteigen… 😉

  2. Muschelsucher schreibt:

    Naja, wenn ich dann vergleiche wieviele Kunden bei McD dann einzelnd Dinge bestellen, die sie für halbes Geld in einem Menü hätten haben können, finde ich den Hinweis ok – den Tonfall kann ich nicht beurteilen. Aber ich habe mich schon öfter gefragt, warum die McD Verkäufer die Kunden nicht darauf hinweisen. Jetzt macht sie es bei Euch – wenn auch ungeschickt und in der Sache weniger gerechtfertig- und dann ist es auch nicht recht.

    Und Ja, ich finde es auch immer von den Leuten dumm, wenn sie 8 Brötchen kaufen für mehr Geld als die 10er Tüte kosten würde… denn man kann Brötchen auch gut einfrieren, wenn man sie tatsächlich nicht noch aufgetoastet zum Abendbrot wegbekommt. Aber das sind wahrscheinlich meine Großfamilieneinkaufszenarien, die mich da flexibler und in größeren Dimensionen denken lassen.

    Liebe Grüße

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