Überzeugender Beweis

Vorgestern war Elternabend in Saskias Schule. Wir hatten Saskias Sitterin engagiert, damit wir beide „frei“ hätten – immerhin war es mal eine Gelegenheit, ein wenig unmittelbares Feedback einzuholen: Normalerweise haben wir nur schriftlichen Kontakt mit Lehrerin und Erzieherin, und Saskia ist weiterhin hartnäckig bemüht, bloß nichts aus der Schule zu erzählen …

Neben diversen organisatorischen Dingen kam dann die Sprache natürlich auch auf Saskia, und wir bekamen zu hören, dass Saskia ja zur Zeit recht gut drauf sei, dass sie ja dies und jenes gut könne, was auf allgemeine Überraschung gestoßen sei (jedenfalls in der Schule, nicht bei uns – dass Saskia zum Beispiel selbständig mit einem Löffel essen kann, war für uns jetzt nicht soooo überraschend 🙂 – aber fairerweise muss man sagen, dass Saskia sich in der Schule anfangs nicht eben von ihrer Schokoladenseite gezeigt hatte) …

Alles in allem recht positiv – lediglich die Tatsache, dass Saskia offensichtlich fast den ganzen Tag im Rollstuhl verbringt, finden wir nicht so toll – die beste aller Ehefrauen bat denn auch darum, dass Saskia ihre Zeit nicht nur absitzen, sondern gern auch außerhalb des Rollstuhls verbringen darf. (Sie formulierte das deutlich weniger sarkastisch, und das Ganze ist jetzt erstmal auch kein ernsthaftes Problem.)

Gut, könnte man sagen, diese positiven Dinge können ja auch alle geflunkert sein, um uns Eltern ruhig zu stellen … nicht, dass wir das annehmen würden :), aber diese Paranoia … Dann jedoch erzählte die Erzieherin, dass Saskia ja bei den ritualisierten Morgen- oder Abschlusskreisen sehr oft voller Begeisterung auf ihre Schenkel klatsche – und das kann sie sich dann doch nicht ausgedacht haben 🙂 – womit wir einen recht überzeugenden Beweis haben, dass Saskia wirklich Spaß hat in der Schule.

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2 Antworten zu Überzeugender Beweis

  1. Muschelsucher schreibt:

    Das klingt doch gut – und irgendwann kommen die Elternabende, an denen man erfährt, was das Kind in der Schule kann, sich aber hartnäckig weigert zu Hause zu machen 😉 DAS kann mein Sohn zumindest sehr genau differenzieren, wem genau er was gegenüber zugegeben hat zu können und bei wem er sich erfolgreich vor der Arbeit drücken kann.

    Liebe Grüße

  2. Elisabeth schreibt:

    Es ist ein auf und ab bei Euch, wie schon so lang.
    Dieser Post liest sich ja ganz gut, die Schule, die Lehrer scheinen sich echt zu bemühen, zu kümmern.
    Ich hab in der Reha einige Eltern mit Kindern die Epilepsie haben kennengelernt. Ich wurde oft an Saskia erinnert. Der medizinische Teil der Reha hat mich nachdenklich gemacht, war beunruhigend.
    Wir haben hier noch eine Woche Ferien. Ich wünsche Euch noch einen schönen Rest-Sonntag und einen guten Wochenbeginn
    liebe Grüsse
    Elisabeth

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