Absoluter Tiefpunkt

Gestern eine Flasche Trinken, heute etwas weniger als zwei. Jeweils ca. 300 ml. Selbst das in Saskia hinein zu bekommen war unglaublich schwierig.

Gestern habe ich 10 Wörter von Saskia gehört, verteilt auf den ganzen Tag. Das erste 4 Stunden nach dem Aufwachen.

Heute war es immerhin ein „Eule“ kurz nach dem Aufwachen, und insgesamt 12 Wörter.

15 davon waren vermutlich „ja“: Das ist immer noch das einfachste. Oft genug allerdings reicht es auch dazu nicht: „Möchtest Du Käse aufs Brot?“ Saskias Mund öffnet sich zur Antwort, der Blick bricht weg … das zählen wir dann wohl mal als Zustimmung.

Spielen? Ab und zu klappte es, dass Saskia auf dem Boden kniete, und die Bälle, die wir ihr hin rollten, weg stieß. Da kam ein bisschen Leben in sie. Alles andere … Schwamm drüber. Im Wesentlichen hat Saskia das Wochenende in Apathie verbracht.

War es schon mal so schlimm in der vergangenen Jahren? Ich weiß es nicht. Ich denke so oft „Das ist das schlimmste, was wir je hatten!“, aber … das ist so schwer zu vergleichen. Schlimme apathische Phasen hatten wir schon – waren sie so schlimm wie dieses Wochenende? Schlechtes Essen und Trinken wegen mangelnder Motorik hatte wir schon – war es jemals so schlimm wie gestern und heute? In beiden Fällen bin ich geneigt, „nein“ zu antworten – es fühlte sich in den vergangenen zwei Tagen an wie der absolute Tiefpunkt.

Absolut? Mit solchen Wörtern sollte man vorsichtig sein. Wer weiß, was die Zukunft noch so bringt …

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3 Antworten zu Absoluter Tiefpunkt

  1. Muschelsucher schreibt:

    Vielleicht gibt der Arzt ja eine Erklärung, wenn das sich abzeichnende Kabel wirklich nicht mehr funktioniert.

    Ich hätte Euch einen schöneren Advent gewünscht – allerdings 12 Wörter… das wären 12 mehr als wir jemals hören… Naja, ich sollte nicht jammern, er kommuniziert ja lebhaft und mit Spaß, nur eben nicht mit Worten.

    Liebe Grüße

    • Ja, manchmal denke ich auch, dass ich undankbar bin (just kidding – ich weiß, dass Du es nicht so meinst), weil es Kinder gibt, die noch viel größere Probleme haben.

      Aber man vergleicht halt auch immer mit der Vergangenheit – und wenn Saskia es an einem solch schlechten Tag eben (fast) gar nicht schafft zu sprechen, dann tut das umso mehr weh, als sie es mal recht problemlos konnte …

      Ich frage mich oft, wie ich Saskias Krankheit wahrnehmen würde, wenn der (jeweils) aktuelle Zustand schon seit ihrer Geburt bestünde, und wir nicht diese Rückentwicklung auf Raten erlebt hätten …

      Viele Grüße
      ‚Locke‘

  2. Pingback: 3000 Ohm | Graugrüngelb

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