Schwieriges Eis

Heute war E. den vorletzten Tag da, nächste Woche noch einmal, dann ist sie weg. Dann müssen wir mal sehen, welchen neuen Babysitter wir bekommen, und wie das läuft …

Eigentlich hatten wir E. diesmal extra für den Freitag engagiert, weil unsere donnerstäglicher Tanzkurs eh‘ zu Ende ist, und wir für heute einen netten Abend mit Freunden geplant hatten. Leider haben sie uns kurzfristig versetzt (Tss. Ex-Freunde, würde ich sagen.), so dass wir vorhin vor dem Auto standen, und überlegten, was wir denn jetzt mit der gewonnenen Freizeit anfangen …

Lecker Eis essen gehen, war dann die mehrheitlich getroffene Entscheidung.

Hier im Ort gibt es ein kleines Eis-Café, aber das ist nicht so richtig toll. Also ab nach R., da gibt es ein paar mehr.

Hmm, das erste, das recht gutes Eis hat, hat draußen (und wir wollten definitiv raus bei dem Wetter) einen Fernseher hängen, auf dem – Überraschung – Fußball läuft. Och nö.

Dann gibt es da 300 Meter hin noch eins. Hmm, häßliches Ambiente, viel zu ungemütlich. Okay, nach kurzem Sitzen also schnell wieder aufgestanden, bevor der Kellner uns sieht (haben wir leider nicht ganz geschafft 🙂 ).

Noch ein Stück weiter hin gibt es einen Italiener – hey, der hat bestimmt lecker Eis. Hingesetzt, sofort eine Schale mit Brot hingestellt bekommen. Hmm … da fühlen wir uns fast verpflichtet, auch was zu essen. Na gut, gab noch kein Abendbrot, also vielleicht einen Salat …? Nachdem wir uns also eine Kleinigkeit aus der Karte gesucht hatten (das las sich alles sehr lecker, und sah an den Nebentischen auch sehr lecker aus), warteten wir, dass jemand unsere Bestellung aufnähme. Kam aber keiner. Noch ein bisschen gewartet. Kam immer noch keiner. Hmm. Noch ein bisschen gewartet. Nach mehr als 15 Minuten wurden wir dann wirklich gefragt, ob wir etwas gefunden hätten. Da hatten wir dann aber schon keine Lust mehr, zumal die beiden einzigen Damen, die für geschätzt 50 Gäste zuständig waren, den Eindruck machten, als wenn da heute alles etwas länger dauert (was ich ihnen nicht wirklich vorwerfen will. Ihr Chef hätte einfach die Personalstärke an den Gäste-Andrang anpassen sollen.).

Okay, bezahlt und gegangen (Peinlich. Lieber auf der anderen Straßenseite zurück, auf der hier können wir uns so schnell nicht wieder sehen lassen.)

Aber auf der anderen Straßenseite ist ja auch noch ein Italiener. Wir wissen: Italiener = Eis. „Guten Abend, haben sie auch Eis?“ „Also, ja, ich habe 3 Sorten, also so Kugeleis.“ „Und ich habe noch …“ (hab ich schon wieder vergessen.) Hmm. Sehr nett, der Mann, sehr hübsch, das Restaurant (müssen wir mal hin) – aber wir wollten einen lecker Eisbecher, nicht so ein trauriges Eiskügelchen.

Das Ende vom Lied: Wieder zurück auf die ursprüngliche Straßenseite, in das erste Eis-Café. Der Fußball lief relativ unauffällig im Hintergrund, und war insofern zu ertragen. Hingesetzt, Beine ausgestreckt, lecker Eis geschlürft. Sehr entspannt.

(Und wenn wir da mal wieder hingehen, nehmen wir eine Packung Apfelmus mit. Die großen Augen, als wir nach einem – nicht auf der Karte stehenden – Schwedeneisbecher fragten, den die bester aller Ehefrauen gern gegessen hätte  … die sahen so aus, als hätte er noch nie etwas davon gehört.)

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